Studie: Motivation für Self-Archiving ist Sicherheit bezüglich Langzeitarchivierung und Copyright
"Faculty members are motivated to participate in IRs to the extent that they believe that materials in IRs are easily and permanently accessible and that their contribution to IRs will provide benefits for end-users. Professors are also encouraged by a perception of trust in users' abilities to make appropriate use of IR materials and in the university's long-term commitment to IRs."
In der Mai-Ausgabe des Journal of Academic Librarianship erschienen die Ergebnisse einer Studie zur Motivation der Nutzung von Institutional Repositories durch Wissenschaftler. Zwei Faktoren sind danach entscheidend: Langzeitarchivierung und Copyright. Grundsätzlich (und wenig überraschend) kommt es wohl darauf an, dass die Betreiber der Repositorien der Zielgruppe vermitteln, dass ihre Arbeiten dauerhaft in guten bzw. seriösen Händen sind. Dass die Inhalte an einem hinsichtlich der Langzeitarchivierbarkeit an einem sicheren Ort sind, wird als Hauptmotivation herausgestellt. Zudem - und das ist in unserem Zusammenhang noch interessanter - werden Repositorien von den Wissenschaftlern auch als Chance wahrgenommen, Fragen des Urheberrechts/Copyright zu ihren Beiträgen über diese Instanz angemessen zu regeln:
"Interviewees who had contributed to IRs were aware of publishers' policies and the possibility of having non-exclusive rights for self-archiving. This implies that IR contributors expect repositories to manage copyright in an appropriate manner so that copyright would not cause them hassles when depositing their research articles into IRs. This expectation is implied in the survey result, indicating that IR contributors were even more concerned about copyright issues than IR non-contributors."
Die Praxis des Self-Archiving erscheint demnach durchaus auch als wirksames Mittel zur Erhöhung der Urheberrechtskompetenz in der Wissenschaft. Umso mehr, so die Autorin der Studie, ist es notwendig, dass Repositorien der Erwartungshaltung, sie seien in dieser Hinsicht kompetente und rechtssichere Akteure, entsprechen. Der Aufsatz schließt entsprechend mit der Erkenntnis:
"Policies on copyright management for IR materials should be established, and faculty need to be well informed of copyright issues to alleviate concerns and to increase their participation in IRs."
Obschon die Umfrage wissenschaftliche Mitarbeiter an "17 Carnegie doctorate-granting universities in the U.S." als Fokusgruppe auswählte, ist zu vermuten, dass sich Ergebnisse und Ansprüche auch in Deutschland nicht ganz unähnlich zeigen würden. Urheberrechtskompetenz ist - wie auch der IUWIS-Workshop vom März dieses Jahres zeigte - ein zentraler Aspekt beim Aufbau und Betrieb von Open-Access-Repositorien.
Kim, Jihyun (2011) Motivations of Faculty Self-archiving in Institutional Repositories. In: The Journal of Academic Librarianship. 37 (3) . S. 246-254 DOI: 10.1016/j.acalib.2011.02.017
(bk)
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