"Da will einer alte Rechnungen begleichen, auch mit früheren Freunden: Karl-Theodor zu Guttenberg wirft der Universität Bayreuth Parteilichkeit in der Plagiatsaffäre vor. Der Ex-Doktor greift damit ausgerechnet jene Hochschule an, die ihm lange wohlgesinnt war."
"Wirbel um Guttenberg: Die Staatsanwaltschaft prüft, ob der Ex-Minister das Urheberrecht verletzt hat. Sein Doktorvater weist jegliche Schuld von sich."
"Zudem war die Erkennung von Plagiaten 2006 mit den seinerzeit vorhandenen technischen Mitteln kaum möglich. Plagiatsoftware sowie auch andere Methoden waren damals keineswegs so weit entwickelt wie heute. Selbst Google wies noch nicht die fein justierte Suchmethode wie heute auf." Weiterlesen
"In der Plagiataffäre wurden sie scharf kritisiert, jetzt wehren sich Guttenbergs Professoren: Der gescheiterte Minister sei für die Einhaltung der wissenschaftlichen Regeln in seiner Dissertation allein verantwortlich gewesen, betonen sie. Plagiate hätten sie mit den damaligen technischen Mitteln kaum erkennen können."
"Nicht zuletzt der massive Protest von Jungforschern hat Karl-Theodor zu Guttenberg zu Fall gebracht. Die Affäre wirft auch peinliche Fragen an die Wissenschaft auf."
"An der Uni Bayreuth kann ein Bewerber mit einer schlechteren Note als "vollbefriedigend" nur "ausnahmsweise" seinen Doktor machen. Dass ein solcher Kandidat dann noch die Bestnote erzielt, ist aus Sicht der Uni "nicht der Regelfall". "
"Die in der Promotionsschrift von Herrn zu Guttenberg entdeckten, mir unvorstellbaren Mängel sind schwerwiegend und nicht akzeptabel. Sie widersprechen dem, was ich als gute wissenschaftliche Praxis seit Jahrzehnten vorzuleben und auch gegenüber meinen Doktoranden zu vermitteln bemüht war." Weiterlesen
"Es wird enger für Verteidigungsminister zu Guttenberg. Einem Magazinbericht zufolge erkennen Juristen seinem Plagiat Absicht. An der Uni Bayreuth kursiert die Bezeichnung Betrüger - und in der CDU das Wort Rücktritt."