"Wissenschaft braucht ein anderes Urheberrecht, um Großverlage in die Schranken zu weisen. Die Balance zwischen Urhebern, Rechteverwertern und Nutzern ist gestört."
Der Rechtsanwalt Martin Steiger gibt einen Überblick zum Stand des Verfahrens um die Klage mehrerer Wissenschaftsverlage gegen den Dokumentenlieferdienst der ETH Zürich und kommt zu der Einschätzung:
"Ohne Kenntnis der Klageschrift fällt es mir schwer, den Standpunkt der Wissenschaftsverlage nachzuvollziehen. Der Standpunkt ist wirtschaftlich verständlich, doch bleibt die rechtliche Begründung unklar. Aus gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Perspektive halte ich den Standpunkt der Wissenschaftsverlage für äusserst fragwürdig."
"Jahrelang haben Fachverlage die Preise für wissenschaftliche Zeitschriften hochgeschraubt. Jetzt geraten sie unter Druck, weil immer mehr Forscher ihre Arbeiten nach dem Prinzip Open Access frei zugänglich ins Internet stellen."
Überblicksartikel zum Thema Open Access (mit interessantem Cartoon)
Teaser:
"Immer mehr Universitäten und Wissenschaftsorganisationen wollen, dass Forscher ihre Forschung ins Web stellen. Toll, sagen viele – andere fürchten um ihre Rechte."