"So viel Plagiat kann kein Zufall sein: In einem Gutachten kommt die Universität Bayreuth zu dem Schluss, dass der Ex-Minister mit Absicht abgeschrieben haben muss. Anders lassen sich die kopierten Passagen nicht erklären. Veröffentlichen darf die Hochschule ihre Analyse noch nicht - Guttenbergs Anwälte haben etwas dagegen."
"Der ehemalige Bundesverteidigungsminister Guttenberg hat bei seiner Doktorarbeit absichtlich getäuscht. Zu diesem Urteil kommt die Universitätskommission der Uni Bayreuth, die den Plagiatsfall prüft. Der offizielle Bericht erscheint Ende April. Guttenberg Anwälte wollen eine Veröffentlichung des Berichts verhindern."
"Wirbel um Guttenberg: Die Staatsanwaltschaft prüft, ob der Ex-Minister das Urheberrecht verletzt hat. Sein Doktorvater weist jegliche Schuld von sich."
"In der Plagiataffäre wurden sie scharf kritisiert, jetzt wehren sich Guttenbergs Professoren: Der gescheiterte Minister sei für die Einhaltung der wissenschaftlichen Regeln in seiner Dissertation allein verantwortlich gewesen, betonen sie. Plagiate hätten sie mit den damaligen technischen Mitteln kaum erkennen können."
"Nicht zuletzt der massive Protest von Jungforschern hat Karl-Theodor zu Guttenberg zu Fall gebracht. Die Affäre wirft auch peinliche Fragen an die Wissenschaft auf."
"Der vollständig externe Doktorand ist nicht Mitglied der Universität und deshalb auch nicht ihrer korporativen Gewalt ausgesetzt. Die Hochschule bräuchte eine Ermächtigung."
"An der Uni Bayreuth kann ein Bewerber mit einer schlechteren Note als "vollbefriedigend" nur "ausnahmsweise" seinen Doktor machen. Dass ein solcher Kandidat dann noch die Bestnote erzielt, ist aus Sicht der Uni "nicht der Regelfall". "
"Auch sie „schäme sich nicht nur heimlich“ für das, was da passiert sei, sagt Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU). Sie verstehe den Unmut in der Wissenschaft über die Plagiats-Affäre. Gleichwohl habe zu Guttenberg „eine zweite Chance verdient“."