Die Ökonomin Birgite Andersen diskutiert in ihrer Antrittsvorlesung die Vor- und Nachteile von schärferen Gesetzen zur Durchsetzung von Geistigen Eigentumsrechten, wie der 2010 in Großbritannien in Kraft getretene Digital Economy Act. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass ein liberales Copyright, das Ausnahmen vorsieht, zu mehr Wachstum führt. Weiterlesen
"Das Urheberrecht ist in den letzten Jahren von einem Recht der Kreativen zu einem Wirtschaftsrecht kaputt reformiert worden. Damit verfehlt es seinen Zweck, den Interessenausgleich zwischen Innovationsanreizen für Kreative und gesellschaftlicher Partizipation zu gewährleisten. Während Politik und Industrie den Kampf gegen berechtigte Teilhabeansprüche von UrheberInnen und NutzerInnen mit schwerem Geschütz für sich zu entscheiden versuchen, stellt sich zunehmend heraus, dass der Drang zur Befreiung der Information nicht aufzuhalten ist."
Purpose - The paper suggests overcoming the polarization of today's debate on peer-to-peer (P2P) systems by defining a fair balance between the principle of precaution and the principle of openness. Threats arising from these file sharing applications-systems should not be a pretext to limit freedom of research, speech or the right "freely to participate in the cultural life of the community", as granted by the Universal Declaration of Human Rights from 1948. The paper aims to take sides in today's debate. Weiterlesen