In Niedersachsen will die Schulbehörde das Digitalisierungsverbot von Lehrmaterialien nun versträkt durch die Schulleiter kontrollieren lassen, nachdem der geplante Einsatz von sog. Schultrojanern auf breiten Widerstand gestoßen war. Zum Bericht von heise online am 11.04.2012.
"An Schulcomputern soll demnächst offenbar eine Software eingesetzt werden dürfen, mit der Raubkopien und Plagiate entdeckt werden können. Bei diesen unerlaubten Kopien handelt es sich etwa um eingescannte Schulbuchseiten. Hintergrund ist ein Vertrag zum Urheberrecht, den die Kultusminister der Länder mit Schulbuchverlagen und Medienverwertungsgesellschaften bereits im Dezember 2010 geschlossen haben." Weiterlesen
Offener Brief von Torsten Labig, einem Lehrer in Hessen, an Schulbuchverlage - anlässlich des Skandals um den sog. Schultrojaner.
Teaser:
"Liebe Schulbuchverlage,
während der Staat nach wie vor die Idee verfolgt, Privatunternehmen mit der Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationverbindungsdaten zu befassen, wählen Sie den umgekehrten Weg. Weiterlesen
"Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger schaltet sich in den Streit um den sogenannten Schultrojaner ein. Es sei inakzeptabel, auf Schulservern nach Buchkopien zu suchen, damit stünden die Schulen unter Generalverdacht. Der Rückhalt für das Schnüffelprogramm der Buchverlage schwindet."
"Der letzte Woche öffentlich gewordene Schultrojaner-Vertrag stieß ungewollt auch eine Debatte an, wozu sich der Steuerzahler im Digitalzeitalter überhaupt Schulbuchverlage leistet, wenn ein Austausch der von Lehrern erstellten Arbeitsmaterialien eine nicht nur praktisch kostenlose, sondern auch sehr viel schneller aktualisierbare und praktischere Lösung wäre." Weiterlesen