Kommentar von Thomas Severiens zur Tagung "Autorschaft als Werkherrschaft in digitaler Zeit" am 15. Juli 2009. Als mir vor einigen Monaten die Ankündigung der Tagung „Autorschaft als Werkherrschaft in digitaler Zeit“ auf den virtuellen Schreibtisch flatterte, sah ich dem Termin mit Spannung und doch etwas Grauen entgegen. Spannung, weil es doch immer interessant zu sehen ist, wie sich die deutschsprachigen Verlage in ihrer Öffentlichkeitskampagne gegen die vermeintlichen Bedrohungen des Onlinezeitalters zu wehren versuchen und den Kampf genauso verzweifelt und unlauter führen, wie die Atomkraftlobby gegen die Flügel der Windkrafträder argumentiert. Der Tag im Frankfurter Literaturhaus war dann jedoch in der Tat sehr unterhaltsam: Man konnte dem blinden Vertrauen der Verlagsvertreter in die Argumente der Vorantreiber des Astroturfing gegen die Open Access Aktivitäten der Wissenschaftler und ihrer Institutionen zuzuschauen. Weiterlesen