EU-Konsultation Offenerer Zugang zu wissenschaftlichen Informationen, bis 09.09.2011

Bereits am Freitag wies Heinz Pampel im Fachblog wisspub.net auf eine von der Europäischen Kommission initiierten Konsultation zum "Offeneren Zugang zu wissenschaftlichen Informationen" im Rahmen des Programms zur Digitalen Agenda hin. Bis zum 09. September 2011 sind Akteure aus den Bereichen von Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation aufgerufen, Rückmeldungen zu den Fragestellungen:

  • wie wissenschaftliche Artikel für Forscher und die Gesellschaft insgesamt besser zugänglich werden könnten,

  • wie Forschungsdaten weithin zur Verfügung gestellt und weiterverwendet werden können und

  • wie ein kontinuierlicher Zugang zu digitalen Inhalten sichergestellt werden kann und welche Hindernisse der Bewahrung wissenschaftlicher Ergebnisse noch im Wege stehen?

über einen auf dieser Informationsseite zur Konsultation verlinkten Fragebogen zu geben. Die Europäische Kommission sieht im offenen Zugang (so die anscheinend offizielle Übersetzung von Open Access, hier die englischsprachige Meldung) einen wettbewerbsentscheidenden Aspekt:

"Forscher, Ingenieure und Unternehmer in Europa müssen schnell und einfach auf wissenschaftliche Informationen zugreifen können, um mit ihren Kollegen in anderen Teilen der Welt auf Augenhöhe in einen Wettbewerb treten zu können. "

Aus Sicht des Wissenschaftsurheberrechts ist die Konsultation besonders interessant, da in diesem Zusammenhang nicht zuletzt urheberrechtliche Rahmenbedingungen für den Zugang, die Nachnutzbarkeit und die Langzeitarchivierung wissenschaftlicher Publikationen und Forschungsdaten diskutiert werden müssen.

(bk)