Die Causa Perlentaucher: Soll das Urheberrecht etwa auch den Inhalt schützen?

Abstract

Till Kreutzer wundert sich darüber, dass in den ersten beiden Instanzen des Prozesses der Tageszeitungen FAZ/SZ gegen dasFeuilleton-Onlineportal Perlentaucher der urheberrechtliche Grundsatz der "Trennung von Form und Inhalt" nicht zu tragen gekommen und stellt fest, dass "einen Text in eigenen Worten wiederzugeben (...) keine Urheberrechtsverletzung" sei. Im Sinne des Gemeinwohls und auch im Hinblick auf die Konsequenzen, die sich aus dem derzeit diskutierten Leistungsschutzrecht für Verlage ergeben könnten, fordert er den BGH auf, in seiner ausstehenden, letztinstanzlichen Entscheidung am 15. Juli 2010 diese Aspekte zu berücksichtigen und zu Gunsten von Perlentaucher zu urteilen.

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