OGH: "Winzige Wiedergaben" bedürfen keiner Zustimmung des Urhebers
VerfasserInnen
Handig, Christian
Publikationsinformationen
Erscheinungsdatum: 29. Juni 2010
jusIT - Zeitschrift für IT-Recht
2
Zeitschriftenaufsatz
Deutsch
Abstract
Bericht über eine Entscheidung des österreichischen OGH zur Frage, obeine stark verkleinertes Gemälde im Hintergrund einer Fotografie urheberrechtlichen Schutz genießt:
1. Wer unbefugt Sprachwerke, Lichtbilder oder Filmwerke in einen Internetauftritt zum interaktiven Abruf eingliedert,
verstößt gegen das Verwertungsrecht des § 18a UrhG.2. Das Urheberrecht wird nur verletzt, wenn die schöpferischen Gestaltungselemente eines Werks übernommen werden.
3. Rechtsverletzungen sind nur solche Handlungen, die in irgendeiner Form die Verwertungsmöglichkeiten des Urhebers
beeinträchtigen.OGH 23. 2. 2010, 4 Ob 208/09f (Mozart Symphonie No 41)
Das Gericht sah die Kriterien im vorliegenden Fall nicht erfüllt.
