Strukturwandel im wissenschaftlichen Verlag
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Abstract
Übersichtsartikel des Verlegers Wulf D. von Lucius, der sich u.a. sehr deutlich gegen Open Access wendet:
"Der Begriff open access ist schillernd und umfasst ganz verschiedene Konzeptionen und Geschäftsmodelle. Insgesamt aber rührt er aus einer bei vielen Internetpionieren von Anfang an vorhandenen Grundüberzeugung her, dass der Schutz geistigen Eigentums, d.h. konkret urheberrechtliche Schutzregeln für wissenschaftliche Texte obsolet sei, und der Fortschritt der Wissenschaften und damit der Gesellschaften und Völker wesentlich davon abhänge, dass alles für alle unmittelbar, nicht nur technisch ungehindert, sondern auch kostenlos zugänglich sei.Viele wissenschaftliche Bibliothekare, gerade auch in der Bundesrepublik, werden nicht müde, solche open access-Modelle zu propagieren, getragen von der Überzeugung, dass Verlage in der schönen neuen Welt des Internet nicht nur entbehrlich sind, sondern als »gewinnabschöpfende« Marktteilnehmer geradezu einen Störfaktor darstellen. Seltsamerweise schwappt diese aus der neuen technischen Gegebenheit des Internet herrührende Einstellung mittlerweile auch in den Bereich des Printgeschäfts über, und es gibt verschiedene Initiativen zur Gründung von Universitätsverlagen in Deutschland, auch für klassische gedruckte Publikationen."
