Verwendung von Abbildungen: VORSICHT

Erstellt von Thomas Hartmann am 02.12.2010 - 13:55

Die Rechtslage ist leider alles andere als einfach.

Zwei wichtige Vorüberlegungen:

  1. Nur schutzfähiges Material ist relevant; Abbildungen sind in der Regel urheber- und ggf. leistungsschutzrechtlich geschützt.
  2. Urheberrechtlich geschütztes Material (z.B. Abbildungen) dürfen nur mit Zustimmung des Urhebers und/oder Rechteinhabers oder aufgrund einer gesetzlichen Schrankenregelung genutzt werden.

 

Dies bedeutet für die konkrete Anfrage:

1. Mit (ggf. engeltlicher) Zustimmung des Urhebers

Der Urheber und ggf. der Rechteinhaber muss zunächst ermittelt und um Zustimmung ersucht werden. Für die Zustimmung kann grundsätzlich ein Lizenzentgelt verlangt werden.

2. Gesetzliche Schrankenregelungen

Sind gesetzliche Schrankenregelungen des Urheberrechtsgesetzes erfüllt, bedarf es in der Regel keiner Zustimmung des Urhebers bzw. Rechteinhabers.

E-Learning im Urheberrechtsgesetz (§ 52a UrhG)

Für das Upload auf der zugangsbeschränkten E-Learning-Plattform einer Hochschule kommt § 52a UrhG infrage. Näheres zu den strengen Anwendungsvoraussetzungen siehe z.B. ein Artikel bei politik-digital.de.

Für die Print-Skripten sind mir ohne näheren Angaben keine Schranken ersichtlich.

Zitatrecht (§ 51 UrhG)

Gleichermaßen für Print wie für online in Betracht zu ziehen wäre dann noch die Zitierfreiheit gem. § 51 UrhG. Eine Anwendungsvoraussetzung hierfür ist aber, dass jeweils eine hinreichende innere geistige Auseinandersetzung mit der Abbildung im Einzelnen erfolgt.

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