Frage 10: Vorteile des Zweitveröffentlichungsrechts

Dieser Beitrag gehört zum Dossier FAQ zu Open Access und Zweitveröffentlichungsrecht.
Erstellt von iuwis-Redaktion am 25.07.2011 - 14:17
Welche rechtlichen Probleme löst das Zweitveröffentlichungsrecht?

Durch die gesetzliche Verankerung des von der Allianz der Wissenschaftsorganisationen und der Kultusministerkonferenz vorgeschlagenen Zweitveröffentlichungsrechts wäre die Durchsetzung der umfangreichen Einschränkungen des Grünen Weges, die die Verlage durch die Vertragsgestaltungen vornehmen, nicht mehr möglich (siehe Frage 8: Welche rechtlichen Probleme ergeben sich aus dem Grünen Weg?).

Diese gesetzliche Regelung ist notwendig, weil wissenschaftliche Autoren / Autorinnen und Wissenschaftsorganisationen gemeinsam von der Übermacht der Verlage betroffen sind, die sich aus den etablierten Gewohnheiten des wissenschaftlichen Publizierens ergeben. Die Aufnahme eines unabdingbaren Zweitveröffentlichungsrechts in das Urheberrechtsgesetz würde diese Asymmetrie mildern, die Wissenschaft und Steuerzahler benachteiligt, und dabei die betroffenen Verlage nicht unangemessen belasten.

 

QUELLE: Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen: "Frequently asked Questions zu Open Access und Zweitveröffentlichungsrecht (FAQ)" [pdf], lizenziert unter Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland (CC-BY)

Kommentare

DISADVANTAGES OF DEMANDING MORE RATHER THAN LESS

Please see reply to Frage 9: "Basic Access Needs Precede Republication Rights." It is a counterproductive strategic error to try to reach something bigger that is still out of reach today before first grasping what is already within reach today: First mandate Gratis Green OA (Immediate-Deposit/Optional-Access, ID/OA) before trying to mandate Libre OA (Re-Use/Republication Rights, R/RR).