DBV - Stellungnahme zu verwaisten Werken an BMJ

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (DBV) gibt heute mit einer Pressemitteilung bekannt, dass eine Stellungnahme zum Richtlinienentwurf der EU zur Regelung verwaister Werke an das Bundesministerium der Justiz übermittelt wurde. In dieser wird der Richtlinienvorschlag vom 24.05.2011 begrüßt:

"Eine europäische Richtlinie sei am besten geeignet, die erforderliche Rechtssicherheit zu schaffen, um die Werke zu digitalisieren und sie dann allen europäischen Bürgern zur Verfügung zu stellen. Besonders positiv ist, dass der Richtlinienvorschlag auch audio-visuelle Werke einbezieht."

 

vgl. auch Meldung bei IUWIS vom 25.05.2011 "Vorschlag für EU-Richtlinie zu verwaisten Werken vorgestellt"

Kommentare

Diskussion zu verwaisten Werken im Dritten Korb in der inetbib

Kurze Ergänzung:

Das Thema wird aktuell unter dem Betreff Urheberrechtsreform - Planungen auch in der Mailingliste-Inetbib diskutiert. Einen interessanten Beitrag steuert beispielsweise Matthias Ulmer bei, der darauf hinweist:

"Bei der Frage habe ich nicht erlebt, dass irgend jemand dagegen ist, es geht nur um eine saubere rechtliche Umsetzung, die beim Thema verwaiste Werke logischerweise nicht trivial ist."

Rainer Kuhlen bittet in einer direkten Antwort um weitere Informationen zu einer Lösung des Problems der verwaisten Werke im Rahmen des Dritten Korbs.

Alle weiteren - auch eventuelle zukünftige - Beiträge zu diesem Betreff sind über diese Suchanfrage bei Google abrufbar.

anhaltend reger Austausch in der inetbib

Die Debatte in der Mailingliste läuft nach wie vor und ist auch für Beobachter hochinteressant. Sie konzentriert sich mittlerweile auch auf das Verhältnis von Lobbyismus und Interessenvertretung im wissenschaftlichen Publikationswesen, hat also das Thema der verwaisten Werke etwas erweitert.

Herausgehoben sei hier Eberhard Hilfs heute verschickte ausführliche Replik auf einen ebenfalls ausführlichen Beitrag Matthias Ulmers.