Kooperationsvertrag Google – Hachette-Verlag

Am 8.8.2011 bereits berichtete boersenblatt.net über eine Kooperation von Google und dem französischen Verlag Hachette Livre:

"Während der Rechtsstreit um die Digitalisierungspläne von Google sich weiterdreht, haben der französische Verlag Hachette Livre und Google nun einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Demnach sollen tausende vergriffene Fachbücher des Verlages gescannt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden." [1]

Laut Selbstdarstellung ist Hachette Livre "the world's second largest trade book publisher" [2]. Während 3 große französische Verlage (Albin Michel, Flammarion und Gallimard) im Mai Klage gegen Google eingereicht hatten (vgl. IUWIS-Meldung vom 12.05.2011: "Französische Verlage ./. Google"), setzt Hachette Livre wohl lieber auf Zusammenarbeit, um vergriffene Werke auch weiterhin für interessierte NutzerInnen zugänglich zu machen:

"This agreement aims to breathe new life to thousands of dormant out-of-print works, for the benefit of authors but also academics, researchers and general public." [3]

Durch diese Vereinbarung mit Google sieht das Verlagshaus 3 Vorteile:

  • control over the scanning of its books
  • new business opportunities
  • enhanced visibility of its authors and their works in public digital libraries

Die Pressemitteilung vom 28.07.2011 auf der Seite des Verlages vermeldet "constructive discussions" zwischen den Vertragsparteien sowie Googles Willen zu weiteren derartigen Vereinbarungen mit anderen Verlagen in Frankreich:

"Google hopes to conclude similar agreements with other French publishers, to give a new digital life to many valuable French works that are currently unavailable." [4]

(red.)