Orphan Works Legislation bis 2014, schätzt James Grimmelmann

Die so genannte Verwaisten Werke (vgl. auch dieses IUWIS-Dossier) sind momentan ein zentrales Thema – wenigstens für jedes umfänglichere Digitalisierungsvorhaben von Büchern.

So ist es denn auch ein wichtiger Effekt des zurückgewiesenen Google Book Settlements (GBS), dass die Diskussion zur Lösung des Problems derart prominent auf die Agenda gelangte. Auch bei einem am 10. Mai durchgeführten Webinar-Panel unter dem Titel "What Comes After the Google Book Settlement" wurde diese entsprechend fortgeschrieben. Publisher Weekly bietet nun eine Zusammenfassung der Argumente u.a. von James Grimmelmann und Pamela Samuelson. Grimmelmann stellte beispielsweise fest, dass das Googles Argument des Fair Use durchaus ein gewichtiges sei. Samuelson sieht dagegen den Weg zu einer Copyright Reform durch die Entscheidung zwingend vorgegeben.

Es wurde nochmals betont, dass Richter Denny Chin angesichts der Interessenkonstellation bewusst keinen Präzedenzfall schaffen wollte und daher die Legislative in die Pflicht nehmen musste. Und schließlich wagte Grimmelmann eine Schätzung, bis wann die Frage der Orphan Works in den USA geregelt sein dürfte:

"It's in everyone's interest to settle this. I expect it to be settled and to see orphan work legislation by 2014."

(bk)