Eine Infrastruktur zum Urheberrecht für Wissenschaft und Bildung

Letztes Update: Frühjahr 2012

Was ist IUWIS

Das Projekt IUWIS (Infrastruktur Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft) will Wissenschaftlern, Studenten, Lehrern und allen anderen, die in Wissenschaft und Bildung tätig sind, eine Handreichung bieten, um sich im komplexen Themengebiet Urheberrecht zurecht zu finden.

IUWIS reagiert auf Fragen zu den bestehenden urheberrechtlichen Rahmenbedingungen und Problemen für Wissenschaft und Bildung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Dokumentation der verschiedenen Stimmen und Positionen der Debatte um das Urheberrecht, die mittlerweile äußerst lebhaft und kontrovers geführt wird.

Die Plattform stellt einen zentralen Anlaufpunkt sowohl für die Produzenten als auch die Nutzer von Inhalten dar. Sie nennt Ansprechpartner, bietet einen grundlegenden Einstieg in die Problematik und sammelt und erschließt systematisch Quellen zum Thema. Darüber hinaus bietet IUWIS die Möglichkeit über Foren, Wikis und andere Internetkommunikationsdienste direkt in einen Dialog einzutreten. Dazu steht IUWIS im Kontakt zu Organisationen und Experten aus dem Bereich des Urheberrechts.

Das IUWIS-Projekt begann im Mai 2009 und wurde bis zum Auslaufen der DFG-Förderung im Mai 2011 aufgebaut. Auf diesem Stand ist es derzeit weitgehend eingefroren.  Aktuelle Inhalte werden nach Möglichkeit erfasst und nachgewiesen. Desweiteren sind die entwickelten Funktionen uneingeschränkt nutzbar. Ein weiterer technischer Ausbau der Plattform ist derzeit leider nicht möglich.

Ausgangspunkt

Wenn es einen Punkt gibt, in dem die Kontrahenten der vielstimmig und kontrovers geführten Diskussion zum Urheberrecht übereinstimmen, dann liegt er darin, dass digitale Medien und die bestehenden rechtlichen Regelungen einander unversöhnlich gegenüberstünden. Die bestehenden Gesetze würden die grundsätzlichen Eigenschaften solcher Medien nur unzureichend berücksichtigen, egal ob es um die Verteilung, die Verwertung und die Nutzung geht.

Man kann sicher darüber diskutieren, ob diese Diagnose objektiv haltbar ist, unbestritten ist aber auf allen Seiten – bei Nutzern, Verlegern und Urhebern – eine massive Rechtsunsicherheit entstanden, die sich unmittelbar darauf auswirkt, wie mit digitalen Medien umgegangen wird. Das betrifft sowohl die Erzeugung, die Bereitstellung und die Vervielfältigung, als auch die Rezeption von Inhalten – egal ob es um Bild, Text, Musik geht. Wissenschaft und Bildung sind davon nicht ausgenommen. Dieser Zustand verhindert maßgeblich, dass digitale Medien angemessen in Forschung und Unterricht verwendet werden.

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich zunächst an Nutzer aus dem deutschsprachigen Gebiet. Der Schwerpunkt liegt auf Bildung und Wissenschaft, schließt aber selbstverständlich die interessierte Fachöffentlichkeit mit ein. Da digitale Netze wie die mit ihnen verbundenen Probleme jedoch nicht an den nationalen Landesgrenzen halt machen, können urheberrechtliche Aspekte auf der EU-Ebene als auch internationale Kontakte nicht ignoriert werden.

Who is who

An IUWIS waren und sind folgende Personen beteiligt:

Projektleiter:

Rainer Kuhlen <rainer.kuhlen@uni-konstanz.de> CV-Information auf der Website von Rainer Kuhlen - ebenso im Artikel der Wikipedia

Michael Seadle <seadle@ibi.hu-berlin.de> 

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen:

Valie Djordjevic <v.djordjevic@ibi.hu-berlin.de> Journalistin und Autorin in Berlin. Seit 2004 Online-Redakteurin bei iRights.info, einem preisgekrönten Informationsportal zum Thema Urheberrecht in der digitalen Welt. Sie beschäftigt sich im Projekt mit Fragen der Nutzerführung, Informationsaufbereitung und Online-Redaktion. Weitere Infos: http://valid.de

Thomas Hartmann <thomas.hartmann@staff.hu-berlin.de> Master of Laws (Informationsrecht und Rechtsinformation), Diplom-Wirtschaftsjurist (FH), neben Internetrecht Schwerpunkte in Datenschutz, Verbraucherrecht und internationalen Handelsgeschäften. Im Projekt zuständig vorwiegend für die urheberrechtlichen Inhalte, deren Aufbereitung im Webportal sowie für die Vernetzung zu Fachjuristen.

Ben Kaden <ben.kaden@ibi.hu-berlin.de> Magister in Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft. Herausgeber der elektronischen Fachzeitschrift LIBREAS. Library Ideas (www.libreas.eu) und Webblogger. Im Projekt im Schwerpunkt zuständig für die Entwicklung der Tagging-struktur zur semantischen Erschließung der Inhalte. Weitere Informationen zur Person: www.treepolar.de/ben

Karin Ludewig <karin.ludewig@ibi.hu-berlin.de> Studium der Philosophie, Soziologie und Musikwissenschaft in Freiburg i.Br. und Barcelona; promovierte in Freiburg i.Br. mit einer Arbeit über poststrukturalistische Philosophie und feministische Theorie. Nach Tätigkeit als Bibliothekarin und Projektleiterin im Bereich Museumsdokumentation beim Südwestdeutschen Bibliotheksverbund jetzt verantwortlich für die Ausweitung der Aktivitäten des Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft auf die EU.

Thomas Severiens <thomas.severiens@ibi.hu-berlin.de> Diplom-Physiker und Lehrbeauftragter für Mathematik und Information-Engineering, Vorstandsmiglied des „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft e.V.“. Forschungsschwerpunkt seiner Arbeit ist u.a. die Vernetzung wissenschaftlicher Information. Weitere Infos: http://www.severiens.de

Studentische MitarbeiterInnen:

Konstantin Baierer <konstantin@baierer.de> Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft, sowie der Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin, 2010 als Bachelor of Arts abgeschlossen. Seitdem Masterstudium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Elena Di Rosa <elena.net@web.de> Abschluss des Bachelorstudiengangs Bibliotheks- und Informationsmanagement an der Hochschule der Medien Stuttgart. Seit 2008 Masterstudium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Michaela Voigt <voigtmic@cms.hu-berlin.de> Abschluss des Kombinations-Bachelorstudiengangs Skandinavistik (Kernfach) und Bibliotheks- und Informationswissenschaft (Zweitfach) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit Oktober 2009 Masterstudium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Externe Mitarbeiter:

Jörn Syrbe <syrbe@isn-oldenburg.de> Diplom-Informatiker, Studium an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg. Entwickler im Institute for Science Networking Oldenburg GmbH mit Arbeitsschwerpunkt Drupal-Implementierung. 

Beirat

Prof. Dr. Dr. Walter Blocher, Universität Kassel, Institut für Wirtschaftsrecht

Dr. Christoph Bruch, Max-Planck-Institut Digital Library, Abteilung für Wissenschaftliche Informationsversorgung / Open Access Policy

Prof. Dr. René Deplanque, FIZ Chemie Berlin

Prof. Dr. Nikolaus Forgó, Institut für Rechtsinformatik, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover

Petra Hätscher - UB Universität Konstanz

Univ.Prof. DDr. Herbert Kalb, Forum Neue Medien in der Lehre Austria (fnm), Johannes Kepler Universität Linz

Dr. Thomas Pflüger, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Prof. Dr. Peter Schirmbacher - Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI)

Matthias Spielkamp, Projektleiter iRights.info – Urheberrecht in der digitalen Welt

Dr. Eric Steinhauer, Universitätsbibliothek Hagen