Das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft unterstützt die Forderung der Studierenden nach freiem Zugang zu Publikationen aus Wissenschaft und Forschung

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Aktionsbündnis "Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft"

Publikationsinformationen

Erscheinungsdatum: 17. November 2009
2009
Aktionsbündnis "Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft"
Pressemitteilung
13/09
Pressemitteilung
Deutsch

Abstract

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Pressemitteilung 13/09

vom 17. November 2009

Das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft unterstützt die Forderung der Studierenden nach freiem Zugang zu Publikationen aus Wissenschaft und Forschung

Wie kann das Bildungssystem an Schulen und Hochschulen funktionieren, wenn seit Jahren eine der wichtigsten Vorbedingungen für solide Bildung, nämlich die Nutzung des schon publizierten Wissens, immer schwieriger zu erbringen ist?

Studierende erfahren bei der Anfertigung ihrer Hausarbeiten, Abschlussarbeiten und Dissertationen immer häufiger, dass ihre lokale Bibliothek sie nicht mehr ausreichend mit den Informationen versorgen kann, die sie für ihr Studium benötigen. Die Budgets der Bibliotheken halten mit den steigenden Kosten für die Zeitschriften nicht stand. Monografien und Lehrbücher können immer weniger angeschafft werden. Auch der elektronische Versand von Dokumenten aus anderen Bibliotheken, der an sich einfach zu organisieren wäre, ist aufwändiger und vor allem teurer geworden als es bei den analogen Dokumenten der Fall war.

Nicht umsonst hat in diesen Tagen eine in den Bundestag eingebrachte Petition wohl auch bei Studierenden einen großen Nachhall erfahren. Weitaus mehr als 10.000 Unterzeichner haben bislang die Forderung unterstützt, dass wissenschaftliche Publikationen kostenfrei genutzt werden können. Diese Forderung erscheint immer mehr Menschen als recht und billig, vor allem wenn die entsprechenden Arbeiten aus Steuergeldern finanziert worden sind.

Bildung und Wissenschaft sind zentrale Bereiche einer Kultur, die offen und frei organisiert sein muss; mit der Anerkennung der Leistung und gerechter Vergütung für die Kreativen, sofern sie ihren Lebensunterhalt damit bestreiten. Es ist anzuerkennen, dass auch die Studierenden nicht mehr hinnehmen, dass die Ausbildungsgänge sich immer stärker an den Anforderungen des Marktes orientieren und dass ihnen das Recht an einem freien Zugang zu den kulturellen Wissensobjekten so sehr erschwert wird. Das Aktionsbündnis betrachtet daher die Studierenden als Partner in dem Einsatz für ein freieres Bildungs- und Kulturverständnis.

Weitere Informationen über bundeszentrale@urhg-bildung-wissenschaft.de, von der Website des Aktionsbündnisses oder über das Projekt IUWIS – Infrastruktur Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft

Prof. Dr. Rainer Kuhlen
Sprecher des Aktionsbündnisses „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“